Archiv für die Kategorie „Verbotene Liebe“

Tanja in VL: Opfer oder Täter?

von froggi, Sonntag, 1. März 2009

Tanja von Anstetten begegnet uns zum ersten Mal in VL, als sie eine Arbeit als Pferdepflegerin antritt. Zuerst beeindruckt von ihrer Pferdeliebe und ihrem selbstbewussten Auftreten, wird sie schnell als machtgierige Intrigantin ertappt.
Was aber hat Tanja zu dem gemacht, was sie ist?
Ist die schöne Blonde in der Tat als Täterin zu bezeichnen, oder ist sie durch ihre Opferrolle unberechenbar geworden?

Jahrelang konnten wir Tanja immer wieder dabei erleben, wie sie krumme Geschäfte macht, Erpressungen durchführt und reiche Männer bezirzt und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Nur selten erlebt die toughe Kämpferin eine Niederlage. Diese jedoch macht sie nur stärker und bestrebt ihre Vorhaben, ans große Geld zu kommen.
Immer wieder fieberten Zuschauer mit, wenn Tanja erneut ein Opfer in ihren Krallen hat. Nicht von ungefähr hat sich Tanja zu der bösen Blondine gemacht. Sie war und ist eindeutig die Böse Nummer 1 in der “Verbotenen Liebe”.

Seit ein paar Wochen jedoch haben wir Zuschauer erstmals Einzelheiten aus Tanjas Kindheit erfahren. Diese Tatsachen rollen das Wesen ganz neu auf und lassen ernsthafte Zweifel aufbringen, ob Tanja nicht Täterin, sondern sogar Opfer ist?

Die Rückblende hat gezeigt, dass Tanja eine erschwerte Kindheit hatte, die durch ihren Vater verursacht wurde. Oftmals versuchte dieser, seine Tochter mit Prügeln zu erziehen und strahlte eine enorme Angst auf Tanja aus. Ihr jüngerer Bruder versuchte sie ständig vor den Schlägen des Vaters zu schützen, doch dem wurde durch dessen Sturz in den Tod ein Ende gesetzt. Obwohl Tanja eindeutig unschuldig am Tod ihres kleines Bruders war, wurde diese für 2 Jahre in die Psychiatrie eingewiesen.

War dieser Aufenthalt etwa die Grundsteinlegung für die durchtriebene und skrupellose Lebensweise der Tanja von Anstetten?
Wurde ihr Wille in der Kindheit so stark unterdrückt, dass sie dadurch Minderwertigkeitsgefühle erfahren hat und somit ihrem Willen heute keine Abwehr erdulden kann?
Was hat sie nach der Zeit ihrer Einweisung in die Nervenklinik erlebt?
Kämpft Tanja noch heute gegen ihr Trauma aus Kindstagen an?

Was hat Tanja zu dem gemacht, was sie gegenwärtig ist?

Wird sie jemals zu der lieben Tanja werden, welche sie in ihrer frühen Kindheit war?

Es wäre sicherlich sehr interessant, Tanjas Lebenslauf psychologisch zu interpretieren und auszuarbeiten, auch wenn sie nur eine Filmfigur darstellt.
Aus Mangel an ausreichenden Kenntnissen sind mir die Hände gebunden, um hier weiter auf die Hintergründe einzugehen.
Aber ich bin mir sicher, dass es einige Gedanken wert ist, Tanja aus dem Licht des Opferprofils zu betrachten.

Serien und das Internet I: Prinzessin Luise bei Youtube

von Tin, Freitag, 6. Februar 2009

Für viele Serienfans oder gar -junkies ist das Internet wie eine zweite Heimat geworden neben dem DVD-Recorder. „Wo bekomme ich die neuesten News her?“ „Was passiert in 5 Wochen?“ oder auch einfach nur die Frage „Gibt es Neuigkeiten zu meiner Serie, die ich nicht über das Fernsehen oder die normale Presse bekomme?“ All diese Fragen werden tagtäglich von Fans gestellt und im Internet großzügig beantwortet. Doch auch für eingefleischte Serienfreunde gibt es immer wieder neue Überraschungen.

Die jüngste Überraschung zur ARD-Vorabendserie „Verbotene Liebe“ fand sich im Dezember bei Youtube. Dort erschienen Videos, die Prinzessin “Luise” (Mascha Müller) zeigten, obwohl sie erst Ende Januar im Fernsehen zu sehen sein sollte - lustige Videos, die allerdings den zwiespältigen Charakter der traurigen Prinzessin zeigten. Durch diesen eher untypischen Weg der ARD hat man sich wohl erhofft, abtrünnige Fans zurück gewinnen zu können.

Die Fans freuten sich über die Videos, da sie zunächst wie Outtakes erschienen, doch schnell wurde klar: diese Videos wurden speziell für die Internetverbreitung hergestellt. Virales Marketing nennt sich das, nur passt diese Art von Vermarktung eher weniger zum staubigen Image der ARD. Von RTL hätte man so was eher erwartet. Aber warum Kritik üben, wenn man so die Herzen der Zuschauer höher schlagen lassen kann?

Inzwischen sind die Youtube-Videos auch in der Mediathek der ARD zu finden.

Zuschauerverluste für unsere Lieblings-Dailys

von Virginia, Dienstag, 13. Januar 2009

Schon im Verlauf des vergangenen Jahres war abzusehen, dass die Quoten von “Verbotene Liebe”, “Marienhof” und “Sturm der Liebe” sich im Vergleich zu denen im Jahr 2007 deutlich verschlechtert haben. Nun ist dies traurige Gewissheit: Quotenmeter.de zog Bilanz über das Jahr 2008 und meldete Verluste für alle drei Dailys.

“Sturm der Liebe”, noch zu Anfang ‘08 wegen hervorragender Quoten um 200 Folgen verlängert, verlor im letzten Jahr rund eine halbe Million Zuschauer. Scheinbar konnte das Finale des dritten Serienpärchens, “Samia” (Dominique Siassia) und “Gregor” (Christof Arnold), die Fans nicht so sehr beeindrucken wie seine Vorgänger.

“Verbotene Liebe” verlor laut Quotenmeter.de knapp 300.000 Zuschauer. Hier zeichnete sich eine breite Unbeliebtheit einiger Rollen ab. Wahrscheinlich ein Grund dafür, warum man im Jahr 2009 auf zwei dieser Rollen verzichtet. Ersatz kam bereits mit dem Model Anne Wis (”Stella Mann”). Zudem setzt man in diesem Jahr wieder auf mehr Glanz & Glamour - die Ursprungsmerkmale der “Verbotenen Liebe”. Womöglich der Beginn einer neuen Adelsfamilie, der von “Luise von Waldensteyck” (Mascha Müller) und Baron “Eduard von Tepp” (Hubertus Regout) eingeläutet wird.

“Marienhof” hatte im vergangenen Jahr 1,3 Prozent weniger Zuschauer als im Vorjahr. Der baldige Ausstieg zweier langjähriger Darsteller, Nicole Belstler-Boettcher (”Sandra”) und Sven Thiemann (”Charly”), wird wohl kaum für Aufschwung sorgen - es sei denn, die ersetzenden Rollen sorgen für ähnlich beliebte Stories wie 2008. Ob die heimliche Affäre von “Raul” (Mirco Wallraf) und “Kerstin” (Maike Billitis) oder die Hochzeit von “Toni” (Sandra Koltai) und “David” (Christian Volkmann)… die meisten Geschichten gefielen. Das nahende Serienjubiläum und die wundervolle Kulisse für die 3500. Folge lassen trotz der traurigen Ausstiege auf ein erfolgreiches Marienhof-Jahr hoffen.